Trainingslager Frankreich

Am Sonntag, den 22.01.2012, trafen wir, Levke Gill und Julia Düser, morgens um 04:30 Uhr am Hamburger Flughafen ein, um mit unserer Trainingsgruppe aus Ratzeburg in unser Trainingslager nach Frankreich zu fliegen. Nach einer etwas längeren Umsteigepause in Amsterdam flogen wir gegen 12:00 Uhr in Toulouse ein, von wo aus noch eine ca. 2-stündige Autofahrt zu unseren Zielort „Le Temple sur Lot“ folgte. Dort erbot sich uns ein Anblick, den wir in Lübeck wohl in den nächsten Tagen nicht mehr erwarten können. Der Himmel war blau bis auf die wenigen Stellen, wo kleine Wolken die Sicht versperrten, die Sonne schien und der Fluss, auf dem wir die nächste Woche rudern sollten, war fast spiegelglatt. Ideale Bedingungen für unser Trainingslager!

Unsere Herberge war ein „Chateau“, also ein Schloss bzw. eine Burg nahe des Flusses.

In den 9 Tagen in Frankreich konnten wir sehr gut trainieren. 2x am Tag gingen wir rudern. Außerdem standen uns noch eine Turnhalle, ein Kraftraum und eine kleine Schwimmhalle zur Verfügung, also so ziemlich alles, was man als Ruderer so braucht!

Ein wenig gewöhnungsbedürftig jedoch war das Essen. Der Speiseplan lautete: morgens Baguette und Müsli; mittags UND abends 3 Gänge, also Vorspeise, warme Hauptspeise, Nachspeise und nicht zu vergessen: Baguette!

Ansonsten konnten wir uns nicht beschweren und die Woche verlief reibungslos, bis auf einige Ausnahmen. Zum Beispiel versenkte unser Trainer Marc Swienty versehentlich eine mit allerlei Werkzeug gefüllte Kulturtasche direkt neben dem Steg im Fluss. Glücklicherweise gelang es ihm, diese nach 2 Tagen und mehreren Rettungsversuchen wieder zu bergen.

Am Tag vor der Abreise hatten Levke und ihre Zweier-Partnerin Nela Kubik aus Preetz die Gelegenheit, ein kleines Rennen gegen einen gleichaltrigen französischen Zweier ohne zu fahren. Mit etwa einer halben Bootslänge Vorsprung gewannen Levke und Nela die 2000m lange Strecke.

Auch am Tag der Abreise gingen wir noch einmal bei schönstem Wetter rudern und genossen noch ein letztes Mal die Sonne, bevor wir uns auf die Heimreise ins eisig kalte Deutschland machten.