Der „etwas andere“ Wind beim Kentertraining

Am 22. Juni ging es los. Treffpunkt Bootshaus LFRK, 9 Ruderkameradinnen machten sich auf den Weg nach Reinfeld zum Kentertraining.
Wir wurden sehr herzlich von der 1. Vorsitzenden der Reinfelder Rudergemeinschaft, Kirsten Miesel-Dolling, in Empfang genommen und durften für unser Vorhaben die Boote der RRG  nutzen.  Während wir die schöne Aussicht aus dem Klubhaus auf den Reinfelder See bestaunen konnten, erzählte uns Kirsten einiges über ihren Verein.
Nun sollte es losgehen. Kirsten teilte uns die Boote zu, und schon während wir die Boote zu Wasser brachten, ließ sie mehrmals verlauten, dass es so einen Wind dort noch nicht gegeben hatte. Doch wir ließen uns nicht zurückschrecken. Mutig machte Annette in Begleitung von Margret den Anfang und fuhr die erste Runde im Skiff auf dem Reinfelder See. Erfolgreich und ohne Zwischenfälle kam sie trocken wieder an den Steg.
So, jetzt ich. Ehrlich, mir war schon etwas mulmig zumute. Ich fragte mich kurz, soll ich wirklich?  Aber als ich dann zum ersten Mal im Skiff saß, war alle Angst verloren! Es war ein tolles, neues und aufregendes Rudergefühl.
Während der ganzen Zeit auf dem (Wild)Wasser unterstützten uns  Margret, Heike und Susanne entweder per Begleitskiff oder vom Steg aus. So schafften wir es fast alle, trocken wieder an Land zu kommen.
Jetzt sollte für uns alle das absichtliche Kentern und Wiedereinsteigen beginnen. Da jedoch der „etwas andere“ Wind weiterhin anhielt und das Wasser dementsprechend kalt war, entschieden wir, diesen Teil auf wärmere Temperaturen und auf die Wakenitz zu verlegen.
Allerdings wollte ich es jetzt wissen! Nass war ich sowieso, nachdem ich nach Heike W.´s kleinem, unfreiwilligem  Kentererlebnis mit ihr zusammen das Boot zurückgeholt hatte.  Also noch einmal rein ins Wasser und von dort aus versuchte ich, in den Einer einzusteigen. Das war leichter gesagt als getan. Es gelang mir eine ganze Weile nicht,   den gegenüberliegenden Skull zu richten. Das klappte erst, als ich um das Boot herum schwamm, und dann konnte ich auch einsteigen. Ich muss sagen, die ganze Aktion war doch ganz schön anstrengend und luftraubend. Ich kann mir jetzt vorstellen, dass ich das bei noch kälteren Temperaturen so nicht durchgehalten hätte.
Gut, dass der Rest der Gruppe sich entschieden hatte, das Kentern zur verlegen, denn jetzt  erreichte uns  auch noch ein starkes Gewitter.  Dann doch lieber grillen statt kentern. Während das mitgebrachte Grillfleisch unter Aufsicht des „Grillmeisters“ und Bootswarts, Klaus Dolling, vor sich hin brutzelte, saßen wir gemütlich im Klubhaus zusammen.  Kirsten versorgte uns mit frischem, wärmendem Kaffee und lud alle Mitglieder des LFRK und LRK zum Jubiläumsfest – 50 Jahre RRG – am 3. August 2013 recht herzlich ein.
Uns allen hat dieser Tag trotz des „etwas anderen“ Windes sehr gefallen, und wir wollen auf jeden Fall alle bald wieder im Skiff fahren und sind auch bei der nächsten Übung gerne wieder mit dabei.
Nach einem schönen, aufregenden & lehrreichen Tag machten wir uns auf den Heimweg.
Vielen Dank an Margret, Heike und Susanne, die trotz der kleinen Teilnehmerzahl mit uns los gefahren sind.
Ein ganz  besonderer  Dank gilt  Kirsten und Klaus für die wirklich sehr herzliche und tolle Unterstützung!!