Feuerwehr auf Steg-Suche

Das Sturmtief Benjamin drückte am 9. Januar das Wasser der Trave gewaltig ins Inland zurück. Nicht nur in Lübeck war das Hochwasser besorgniserregend angestiegen. Auch im noch 15 Kilometer entfernten Klein Wesenberg stieg die Trave so schnell und so stark an, dass der schwimmende Kanuanlieger aus seiner Verankerung riss.

Am nächsten Tag war von dem teuren Stück nichts mehr zu sehen. Beim Neujahrsempfang der Freiwilligen Feuerwehr Klein Wesenberg am 12. Januar wurde dann die Suche beschlossen. Schon nach wenigen Tagen konnte der Ausreißer gefunden werden. Die Baustelle an der Possehlbrücke war für die Klein Wesenberger ein Glücksfall, denn genau dort blieb der schwimmende Holzsteg hängen. Immerhin ist er über zehn Kilometer auf der Trave und dem Travekanal unterwegs gewesen. Im Bootsclub gegenüber wurde der Ausreißer angebunden und wartete auf seine Rückkehr nach Klein Wesenberg.

Die war schwerer als gedacht, denn ein paar Rohre sind bei der wilden Hochwasserreise beschädigt worden und es lief Wasser hinein. Doch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr haben es trotzdem geschafft und so konnte am Donnerstag nach 15 Tagen der Ausreißer wieder nach Klein Wesenberg zurückgeholt. Wenn die Schäden repariert sind kann er im Frühjahr wieder seinen gewohnten Platz an der Trave einnehmen und für viele wieder als bequeme Kanu Aus- und Einstiegstelle oder nur zum Baden genutzt werden.